Axolotl
(Ambystoma
mexicanum)
| Die folgende
Haltungsbeschreibung wurde von Patrick
Steinberger verfaßt, der über langjährige Haltungs-
und Zuchterfahrungen von Axolotln verfügt und zu einer Ikone auf diesem
Gebiet geworden ist. Daher sind wir sehr froh,
daß er für uns einige Bemerkungen zu diesen Schwanzlurchen niedergeschrieben hat. Viel Spaß beim Lesen! |
| Allgemeines | Haltung | Futter | Zucht | weiterführende Links |
Der Axolotl (Ambystoma mexicanum) ist eine
im Xochimilco-See nahe der mexikanischen Hauptstadt vorkommende Salamander-Art
aus der Familie der Querzahnsalamander ( Ambystomatidae) mit einer besonderen
Eigenschaft: er verbleibt sein Leben lang im Dauerlarvenstadium(Neotenie),
das heißt, er pflanzt sich als Larve fort und wächst auf seine
volle Größe, ca. 30 cm heran ( Weibchen, Männchen i. d.
Regel etwas kleiner{inzwischen sind auch bis zu 45cm große Tiere
bekannt, stellen aber wohl die Ausnahme dar.}) Daher bleiben ihm auch zeitlebens
seine äußeren Kiemen erhalten , die ein markantes Merkmal dieser
Art sind. Allerdings stellte man fest, daß man diese Art durch Zugaben
des Schilddrüsenhormons Thyroxin zur Umwandlung (Metamorphose )
in die Landform bewegen kann, sie ähneln dann im Aussehen und Färbung
den Tigersalamandern ( Ambystoma tigrinum).
Da die Haltung dieser Art sehr beliebt
sowohl unter Aquarianern als auch bei den Forschern in den Labors ist,
haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Farbrassen gebildet, so findet
man neben den wildfarbigen Tieren heute auch verschiedene schwarze Stämme
, wie sehr dunkle Wildfarbige, oder auch melanotische Tiere, denen das
reflektierende Silberpigment vollständig fehlt. Dann gibt es auch
Weißlinge, gelbliche Weißlinge, die eine neue Farbform zu sein
scheinen, schwarzweiß gescheckte Tiere (Harlekin), rostrote Formen
( sehr selten) sowie 4 verschiedene Albino-Stämme, die nach dem Forscher
Dr. Humphrey benannt sind und den kompletten Axolotl-Albino-Komplex umfassen.
Die bekannteste und noch häufigste
Albino-Form ist der Goldalbino , der goldgelb gefärbt ist, mit mehr
oder weniger starker silberweißer Fleckenzeichnung. Dann gibt es
eine weiße Albino-Rasse, Weißalbino, denen nun auch das gelbe
Pigment fehlt, aber noch in den Irisringen der Augen Silberpigment haben.
Weiter gibt es noch den Melanoidalbino, der zwar gelbes Pigment hat, aber
das reflektierende Silberpigment vollständig verloren hat, und zuletzt
gibt es auch den Weißmelanoidalbino, dieser hat jegliches Pigment
verloren, also das dunkle Merlanin, das gelbe und das reflektierende, auch
die Iris ist dann rosa durchsichtig. Die zuletzt genannten Albinoformen
sind sehr selten, während man den Goldalbino in Deutschland schon
häufiger finden kann.
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Im reinen Aquarium wie auch von Zierfischen bekannt Größe ab ca. den 80er Becken , auch ähnlich eingerichtet, nur ohne Heizung. Temperatur im Sommer bis max. 25°C, höhere vertragen die Tiere zwar, sollte man aber wenn möglich vermeiden, ideal sind bis zu 22°C. Eine Überwinterung bei ca. mindestens 12°C ist der Gesundheit förderlich, zur Zucht notwendig, 5- 10°C werden ohne weiteres genauso vertragen. Eine Umwälzpumpe ist wie bei den Zierfischen auch unbedingt zu empfehlen. Die Haltung von 5- 6 Tieren ist im einen 100l - Becken möglich, gelegentlich auch mehr ( Man kommt mit guten Nachzuchten teilweise nicht drum herum.....)
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Gefüttert können die Tiere mit
allem werden, was sie mit ihrem Maul bewältigen können, wie Regenwürmern,
kleinen Fischen, Insekten, ja sie nehmen sogar Forellensticks. Man kann
sie auch ideal mit Forellenstückchen füttern, die man mit einem
kleinen Stab ihnen vors Maul hält. Das ist sogar billiger als manches
angebotene Futter in den Zoofachgeschäften...
Sehr gut geeignet sind auch die speziellen
Axolotl-Pellets, die man bei der Indiana University Axolotl Colony in den
USA erwerben kann.
Wie schon erwähnt, ist die Überwinterung eine wesentliche Voraussetzung für die Zucht. Die Paarungszeit beginnt ca. Februar, März, manchmal aber auch schon im Januar. Die Männchen stupsen und wedeln die Weibchen mit dem Schwanz an und setzen einen kegelförmigen Spermatophor ab, den das Weibchen aufnimmt. Ein bis 2 Tage später beginnt das Weibchen mit der Eiablage , die Eier werden einzeln oder in kleinen Trauben an Wasserpflanzen und Steinen angeheftet, nach dem Laichen sollte man die erwachsenen Tiere entfernen oder den Laich in ein anderes Becken überführen . Nach einer Entwicklungszeit von ca. 2 Wochen (20°C) beginnen die jungen Larven zu schlüpfen, die noch beinlos sind, ansonsten aber den Alttieren schon sehr ähneln ( da sie ja Larven bleiben) und sehr schnell zu fressen beginnen. Man füttert zu Beginn mit Wasserflöhen, Hüpferlingen etc. Der zuhnehmenden Größe dann angepaßt Mückenlarven usw. auch für Jungtiere gibt es der Größe angepaßte Pellets. Bei ca. 1,5 cm sind die Vorderbeine, bei ca. 3,5- 4 cm sind die Hinterbeine voll ausgebildet, das Wachstum geht dann relativ schnell, bis zum Herbst können die Tiere bereits 10- 15 cm erreicht haben. Man beachte bitte, daß die Jungtiere möglichst gleichmäßig wachsen, da sonst Kannibalismus auftreten kann.
Bilder:
Axolotl in der Fotogalerie
(von SalaMol)
Der Amphibien-Fotoverteiler
(mit vielen Axolotl-Bildern)
Fragen / Antworten / Diskussionen:
Die Axolotl-Mailingliste
- Englisch (von SalaMol)
Das Amphibien-Forum
- Deutsch (von SalaMol)
Infos:
Die Haltungsbeschreibung
von Jens Crueger, SalaMol (Deutsch)
John
Clare's Axolotl-Website (Englisch)
Das Buch "Axolotl"
aus dem Natur und Tier Verlag