Haltungsbeschreibung

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Axolotl (Ambystoma mexicanum)
 
 
 
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Allgemein

Der recht merkwürdige Name dieses, bis zu 30 cm großen, Querzahnmolches ist abgeleitet von dem spanischen Wort "ajolotl" und hat atztekischen Ursprung. Übersetzt nannten die Atzteken den Axolotl "Wassersklave", "Wasserdiener", "Wasserspieler", "Wassermonster" oder "Wasserzwilling". Das Wort hatte in der atztekischen Kultur eine mystische Bedeutung, so wurden den Göttern auch regelmäßig Axolotl geopfert.
Trotz dieser religiösen Bewandtnis stellten und stellen Axolotl eine beliebte Delikatesse vieler Mexikaner dar; wobei unter die Bezeichnung "Axolotl" hier auch Larven anderer, in den Heimatgewässern des A. mexicanum vorkommende, Ambystoma-Larven fallen.
(nach HERRMANN)

Axolotl, wildfarben (Foto von P. Steinberger)

Die, in Gefangenschaft bis zu 25 Jahre altwerdenden Schwanzlurche, deren Besonderheit die lebenslange Neotenie (Verbleib im Larvenstadium) ist, kommen in der Natur lediglich in den Seen Lake Xochimilco, Lake Chalco, sowie im Valley of Mexico in Mexiko vor.

Sie fanden schon vor über 100 Jahren den Weg in die Laboratorien Europas, und traten alsbald auch den Siegeszug in die Terrarien und Aquarien vieler Terrarianer und Aquarianer an.
Besonders interessant ist die Färbungs- und Formenvielfalt dieser Art,
so gibt es u.a. braune, graue, albinotische, weißliche, gelbliche (Kreuzung von Mr. Humphrey zwischen A. mexicanum und A. tigrinum, auch "Humphrey-Hybrid-Axolotl" genannt), rostbraune und schwarze Axolotl.
Axolotl, wildfarben (Foto von Jens Crueger)
Terrarium

Die Haltung ist nicht sonderlich schwer, in Becken mit den Maßen 80x40x40 kann man bereist zwei oder drei Axolotl pflegen. Das Becken gestaltet man als Aquarium mit um die 30cm Wasserstand. Eine Bepflanzung ist möglich, da Axolotl weniger ruppig als z.B. Rippenmolche (Pleurodeles) sind. Die Temperatur kann zeitweilig schwanken, aber zwischen 18 und 20 Grad Celius bekommen den Tieren am besten. Im Sommer vetragen die Tiere jedoch auch einmal Temperaturwerte von 25 Grad ohne weiteres.
Anders als bei vielen Fischarten spielen bei diesem Molch die Wasserwerte keine entscheidende Rolle, der pH-Wert sollte aber idealer Weise um den neutralen Bereich angesiedelt sein.
Zumindest von Frühjahr bis Herbst ist auch eine Haltung im Gartenteich möglich, hierfür muß der Teich aber sowohl fischfrei als auch ausreichend tief sein, um ein zu starkes Aufheizen im Hochsommer zu vermeiden.

Ernährung

Axolotl lassen sich mit dem üblichen Schwanzlurchfutter ernähren, wobei allzu kleine Futtertieren nicht richtig wargenommen werden. Bewährt haben sich für diese großen Schwanzlurche vor allem Fisch- (z.B. Forellen-) Fleisch, Rind- oder Schweinefleisch sowie große Regen- und Tauwürmer.

Zucht

Axolotl vermehren sich "fast von selbst". Wenn man die Tiere ihren Ansprüchen entsprechend pflegt, stellen sich alsbald die ersten Eier ein, vorrausgesetzt, man hält Tiere beider Geschlechter. Männchen fallen in der Paarungszeit durch eine stark angeschwollene Kloake auf, Weibchen haben einen verdickten Bauch.
Sobald die Eier, die in großer Stückzahl an Pflanzen und anderen Einrichtungsgegenständen abgelegt werden, entdeckt wurden, müssen sie separiert werden, damit sie nicht den Alttieren zum Opfer fallen.
Am besten gibt man die Eier in ein kleineres Becken, das mit Wasser aus dem Elternbecken gefüllt ist.
Nun beginnt in den Eiern die Phase der verschiedenen Zellteilungen, die in den ersten Tagen manchmal nur sehr schwer zu erkennen sind. Nach ungefähr zwei Wochen (je nach Wassertemperatur) schlüpfen die kleinen Larven, die nach einigen Tagen das Fressen beginnen und dann mit Artemia-Nauplien, Muschelkrebschen, Cyclops, Daphnia u.ä. ernährt werden. Man sollte die Larven reichlich füttern und in ausreichend großen Becken aufziehen, damit Beisstreitereien ausbleiben.
Nach einem Jahr tritt die Geschlechtsreife ein.

Weiterführende Links

Bilder:
Axolotl in der Fotogalerie (von Molche.net)
Der Amphibien-Fotoverteiler (mit vielen Axolotl-Bildern)

Fragen / Antworten / Diskussionen:
Die Axolotl-Mailingliste - Englisch (von Molche.net)

Infos:
Die Haltungsbeschreibung von P. Steinberger (Deutsch)
John Clare's Axolotl-Website (Englisch)
Das Buch "Axolotl" aus dem Natur und Tier Verlag
 

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