Asseln
| Dieser Artikel wurde von Jan Hackel verfasst |
Asseln sind ein beliebtes Futter bei fast
allen insektenfressenden Terrarientieren. Man kann sie das ganze Jahr über
unter morschen Baumstämmen im Wald finden. Was jedoch wenig bekannt
ist, dass man Asseln, sogar sehr einfach, züchten kann. Zwei Arten sind
leicht zu züchten, nämlich die Mauerassel und die Kellerassel. Kugelasseln
lassen sich auch züchten, aber die Zucht ist nicht so ertragreich.
| Art |
Mauerassel (Oniscus asellus) |
Kellerassel (Porcellio scaber
) |
| Familie |
Oniscidae |
Porcellionidae |
| Heimat |
Mitteleuropa, feuchte Wälder und Gärten |
Mitteleuropa, feuchte Wälder und Gärten |
| Größe |
15 – 18 mm. |
s. links, Körper jedoch schmaler. |
| Verhalten |
Nachtaktiv, Bodenbewohner. |
Nachtaktiv, Bodenbewohner. |
| Nahrung |
Diverse Pflanzenstoffe. |
Diverse Pflanzenstoffe. |
| Fortpflanzung: |
Trägt ihre Eier in einer wassergefüllten
Bauchtasche, bevor sie die fertig entwickelten Jungtiere absetzt. Die Jungtiere
schlüpfen nach etwa ein bis eineinhalb Monaten. In ca. 6 Wochen sind
sie dann erwachsen. |
Trägt ihre Eier in einer wassergefüllten
Bauchtasche, bevor sie die fertig entwickelten Jungtiere absetzt. Die Jungtiere
schlüpfen nach etwa ein bis eineinhalb Monaten. In ca. 6 Wochen sind
sie dann erwachsen. |
Haltung und Zucht
Als Zuchtbehälter dient ein altes Glas- oder Plastikterrarium, das
man bis auf ein paar Lüftungsschlitze mit einer Glasscheibe abdeckt,
so dass eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht. Asseln können nicht an
glatten Wänden hochklettern, es besteht also keine Ausbruchsgefahr.
Auf den Boden schüttet man eine Drainage aus Kies. Darauf kommt 3 –
4 cm hoch ein Gemisch aus Walderde und Sägemehl. Darüber streut
man Laub und Hobelspäne und legt alte Brett- und Holzstücke auf.
Der Behälter sollte 18 – 25 °C warm sein und regelmäßig
Licht erhalten (mindestens ein paar Stunden am Tag).
Nun setzt man 20 – 30 Asseln ein. Ihre Bäuche sollten prall mit Eiern
gefüllt sein. Man sprüht und füttert regelmäßig
und wird bald kleine Asseln im Zuchtbehälter entdecken. Noch ein paar
Wochen Geduld, dann kann man die ersten Asseln verfüttern.
Futter
Das Futter der Asseln besteht vorwiegend aus vermoderndem Laub, da es sich
aber um Futtertiere handelt, sollte man regelmäßig ungespritzte
Obst- und Gemüsereste anbieten. Außerdem immer kleine Sepiastückchen
als Kalkspender in das Terrarium streuen.
Verfütterung
Die Asseln halten sich bevorzugt unter den Brettstücken auf, man kann
sie also leicht absammeln. Verfüttern kann man sie an fast alle bodenlebenden,
insektenfressenden Terrarientiere. Kröten und Salamander mögen
Asseln besonders. Wichtig!!! Asseln immer nur unter Aufsicht anbieten, sonst
wird man sein schön bepflanztes Terrarium bald nicht mehr wiedererkennen
:-( .
Vorteile
Man braucht sich bis auf das tägliche kurze Sprühen und die etwa
wöchentliche Fütterung kaum um die Tiere zu kümmern. Wenn
ein paar Asseln entweichen, vertrocknen sie in der Wohnung. Nachtaktive bodenlebende
Tiere wie zum Beispiel Salamander und Kröten fressen Asseln sehr gerne.
Nachteil
Asseln vermehren sich nicht so schnell und haben nicht viel Nachwuchs;
dementsprechend braucht man einen großen Zuchtansatz.
Literatur
„Futtertierzucht“ von U. Friederich & W. Volland, Ulmer Verlag. – Das
beste Buch über Futtertierzucht überhaupt!